Kategorie-Archiv: Informationen

Ausstellung: Geschichte des Strandbads und Erzählcafé

Ausstellung zur Geschichte des Strandbads geplant

Erstmal wünschen wir allen Strandbadfreunden ein gutes neues Jahr!

Im neuen Jahr haben wir eine Ausstellung zur Geschichte des Strandbads in Utting geplant.  Wir haben schon von verschiedenen Uttingern Fotos bekommen, in Zeitungsarchiven recherchiert und öffentliche Archive durchforstet. Ausstellung: Geschichte des Strandbads und Erzählcafé weiterlesen

Tektur zur Markise im Gemeinderat am 17.09.

Tektur zur Markise im Gemeinderat am 17.09.

Da die Markise im Strandbad höher ausgeführt ist als genehmigt, ist  eine Tektur der Planung notwendig (siehe Artikel im Landsberger Tagblatt vom 22.04.2015). Die Tektur wird in der Gemeinderatssitzung am 17.09.2015, 19:30 Uhr im Feuerwehrhaus unter TOP 2 behandelt: Tektur zur Markise im Gemeinderat am 17.09. weiterlesen

Die GAL und Franz-Josef Strauß sprechen lateinisch über die Markise

Wie passen die Grünen, Franz-Josef Strauß, Latein und die Markise zusammen?

Die regelmäßige Publikation „Uttilo“ der GAL Utting berichtet in der Ausgabe vom 30.07.2015 über die Gemeinderatssitzung vom 30.07.2015, u.a. über den Antrag der Strandbadfreunde.

Der Fraktionsvorsitzende Peter Noll (selbst „praktizierender Strandbadfreund“ – SZ vom 03.08.2015) kommentiert den Bericht im Uttilo selbst wie folgt (Zitat der Uttilo Ausgabe vom 30.07.2015):

Die GAL und Franz-Josef Strauß sprechen lateinisch über die Markise weiterlesen

Alternativen zur Markise getestet!

Alternativen zur Markise mit Photoshop vorab aufgebaut

Photoshop macht’s möglich wir haben die alternativen Sonnenschirme schon mal installiert.

Eine fleißige Photoshop Künstlerin hat uns die Sonnenschirme schon mal zum Test ins Strandbad gebaut. Das Ergebnis könnt Ihr auf den folgenden Bildern sehen.

Von der Straße aus gesehen…

Leider haben wir kein Bild (mit den Rechten zur Veröffentlichung) ohne Markise, aber man kann hier gut die Größenunterschiede erkennen.

Strandbad mit Sonnenschirmen (Straßenansicht)
Sonnenschirme vor Markise im Strandbad (Straßenansicht)

Von Osten aus gesehen

Mit Markise als Größenvergleich

Strandbad mit Montage Sonnenschirm vom See mit Markise
Sonnenschirm vor Markise vom See aus

Nur Schirme: Ansicht von April bis Oktober

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Strandbad nur mit Sonnenschirmen

Nichts als Strandbad: Ansicht von November bis März

Strandbad 18.10.2011
Nichts als Strandbad

Keine Alternative: Januar bis Dezember – Markise

Bild Strandbad 1

Westuferlinie des Ammersees – Wo leben wir eigentlich?

Historisch bedeutsame Westuferlinie des Ammersees – Wo leben wir eigentlich?

Erhaltung, Pflege, Entwicklung und Sicherung sensibel angehen

Beitrag von Prof. Dr. em. Gerd Schulte, Utting

Die Westuferlinie des Ammersees begleitet den Ammersee-Westufer-Korridor zwischen Stegen und Dießen, einen für die bayerischen Voralpenseen charakteristischen Landschaftskorridor. Dieser ist über kleine Landschaftsspangen (Windachspange, Mühlbachspange, Seeholzspange, Gruberbachspange und Schatzbergspange) eng mit dem parallel verlaufenden waldreichen Ammerseehöhen-Korridor zwischen Windach und Bischofsried verbunden. Dazwischen liegt als eine Art Querverbindung die Trasse der Römerstraße Via Raetia, die einen Denkmalkorridor bildet (siehe Abbildung). Beide Korridore und die Römerstraße sind Teile eines Netzwerks der Kulturlandschaften der Landkreise Weilheim-Schongau und Landsberg/Lech. In diesem Netzwerk gibt es nähere bzw. entferntere Verbindungen zum Windacher Moos bzw. Pflaumdorfer Moos mit der Erzabtei St.Ottilien, zum Naturschutzgebiet Ampermoos, zum Ramsargebiet Vogelfreistätte Südufer und letztlich sogar bis zur Klosteranlage Wessobrunn bzw. den außergewöhnlichen Peißenberg. Große Teile des hier dargestellten Landschaftsbereichs gehören zum Landschaftsschutzgebiet Ammersee-West.

Die historische Bedeutung der Westuferlinie basiert auf dem (auch international) bedeutsamen Kultur- und Naturerbe dieses Landschaftskorridors. Zum Kulturerbe gehören Baudenkmäler wie zum Beispiel die St. Jakobs Kirche in Schondorf oder das Gasteiger Haus in Utting, Bodendenkmäler wie die villa rustica und die Hügelgräber in Schondorf, die Fischereistandorte, die Lebensorte zahlreicher Künstler aus Malerei, Musik und Literatur, die alten Strandbäder und Seepromenaden (weitere Beispiele in der Abbildung).

Historisch bedeutsame Westuferlinie

Zum Naturerbe gehören zum Beispiel das Naturschutzgebiet Seeholz und zahlreiche seltene und gefährdete Tier- und Pflanzenarten auf der Land- wie auf der Seeseite. Zu Lande treffen wir unter anderen auf das Blaukehlchen und den Mittelspecht und im See unter anderen auf den Ammersee-Kilch und den Ammersee-Kaulbarsch, zwei Fischarten die weltweit nur hier im Ammersee auftreten. Aus der Pflanzenwelt muss man zahlreiche alte und mächtige Weiden und Pappeln hervorheben (zum Beispiel die seltenen Schwarzpappeln und Lavendelweiden). Dieser Altbaumbestand reiht sich zu einer imposanten Kette entlang des Seeufers (weitere Element des Naturerbes siehe Abbildung). Das Kultur- und Naturerbe des Ammerseehöhen-Korridors ist schwächer ausgeprägt (siehe Abbildung).

Die Gemeinde Utting stellt für den Ammersee-Westufer-Korridor wichtige Bestandteile des kostbaren Kultur- und Naturerbes. Dazu gehören zum Beispiel die geschützten Baudenkmäler Seeschlösschen und das Gasteiger Haus, aber sicherlich auch das alte Strandbad , das sehr wahrscheinlich denkmalschutzwürdig ist. Zum Naturerbe gehören das Naturschutzgebiet Seeholz und zahlreiche Uferschilfbestände. Beispiele für das Naturerbe stellen aber auch zahlreiche gefährdete Tierarten zum Beispiel aus der Fisch- und Vogelwelt. Dazu zählen vom Aussterben bedrohte Arten wie die Rohrdommel oder die zuvor erwähnten endemischen Fischarten.

Im Wissen um dieses kostbare Kultur- und Naturerbe ist von allen Bürgern und Bürgerinnen wie auch von Besuchern, Touristen und Erholungsgästen eine besondere Sensibilität im Umgang mit der Seeuferlinie und der begleitenden Landschaft gefordert. Zudem sind wir aufgefordert uns für den Erhalt dieses Landschaftsbereiches, seine sorgsame Pflege, eine vorausschauende Entwicklungsplanung und eine behutsame Sicherung einzusetzen. Mit großer Sensibilität muss dabei die Schönheit der Landschaft beachtet werden.

Vor mehr als 100 Jahren lockte diese Schönheit namhafte Künstler, vor allem Maler an diese Uferlinie. Sie trugen die Namen von Schondorf, Utting und Dießen in alle Welt (das kann man durchaus sagen). Sie machten aus der Uferlinie eine renommierte Kunstmeile. Und das ist sie – fraglos wegen der Schönheit der Landschaft – auch heute noch. Für viele Künstler wurde die Seeuferlinie daher Heimat. Und auch heute noch kommen viele Menschen wegen dieser Schönheit an dieses Seeufer und finden hier eine neue Heimat.

In diesem Jahr haben sich zahlreiche Bürger und Bürgerinnen mit dieser „Schönheit“, dem „Gesicht der Seeuferlinie“ auseinandergesetzt. In der Holzhauser Bucht ist eine neue Polizeistation geplant und eine „greislige“ Markise – so der Uttinger Bürgermeister – versperrt die Sicht auf das denkmalwürdige alte Strandbad. Es drohen kritische Eingriffe in das Natur- und Kulturerbe der historischen Seeuferlinie.

Das Kultur- und Naturerbe haben uns eine historisch bedeutsame und schöne Westuferlinie geschenkt. Diese bemerkenswerte Landschaftsästhetik darf nicht durch Sichtbarrikade beeinträchtigt werden. Überspitzt gesagt haben wir die Wahl zwischen Schönheit und Hässlichkeit. Ich rufen daher auf: Sensibilität für die Erhaltung, Pflege, Entwicklung und Sicherung der Seeuferlinie bewahren.

Post Skriptum

Es wird eine Mitarbeit am Projekt „Heimat erkennen – Identität bewahren“ der Hochschule Weihenstephan-Triesdorf empfohlen. Mit diesem Projekt sollen alle prägenden Merkmale der historischen Kulturlandschaft (Bauwerke, Bodendenkmäler ebenso wie Naturdenkmale und charakteristische Landschaftsteile) erfasst werde und in einem Datenbanksystem dokumentiert werden. Der Arbeitskreis der Heimatforscher des Ammerseegebiets e.V. (AHA) hat diesen Gedanken bereits aufgegriffen. Dieser Arbeitskreis ist auch aktuell eingebunden in Leader-Projekte zur Dokumentation heimischer Kultur.

 

„Strandbad ein Fall für Leader?“

Neuer Artikel im Landsberger Tagblatt

Im Landsberger Tagblatt ist am 26.06.2015 ein Artikel zum Strandbad erschienen: „Strandbad ein Fall für Leader?“.

In der Süddeutschen ist ebenfalls ein Artikel erschienen (21.06.2015):
„Uttinger profitieren.“
Zitat: „Das weithin beliebte Strandbad mit Sprungturm könnte mit Hilfe des Leader-Programms aufgemöbelt werden.“

Hier gibt es eine Übersicht zu allen Presseartikeln zur Markise im Strandbad.

Erstes Markisentreffen am 11.05.2015

Einladung Markisentreffen

Am 11.05.2015 fand das erste Markisentreffen im Seerestaurant Utting statt. Anwesend waren ca. 120 Uttinger.

Zu Beginn wurde von Eckart Lüps und Cornelia Bader die Sachlage bezüglich der Markise im Strandbad präsentiert. (Die Präsentation kann hier heruntergeladen werden) Anschließend folgte eine Intensive Diskussion. An der Diskussion beteiligten sich neben den Uttinger Bürgern auch der Bürgermeister Josef Lutzenberger und der Pächter des Strandbades Ruppert Riedel.

Die Augsburger Allgemeine berichtet über das Treffen in einem Artikel am 12.05.2015 unter der Überschrift „Familienbad oder Eventstandort?“.