Kategorie-Archiv: Bericht

Gemeinderatssitzung am 17.9.2015

Tektur der Markise genehmigt

Die Markise weicht in folgenden Punkten von der ursprünglichen Genehmigung ab:

  1. An der westlichsten Stelle ist die Markise um 18cm an der östlichsten Stelle um 40cm zu hoch (dies ist in verschiedenen Zeitungsartikeln nicht korrekt wiedergegeben).
  2. Durch die Änderung der Höhe müssen die Abstandsflächen angepasst werden.
  3. Die Ausladung ist geringfügig kleiner.

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Bericht aus der Gemeinderatssitzung vom 30.07.2015

Antrag der Strandbadfreunde im Gemeinderat

Wir haben zur Gemeinderatssitzung einen Antrag zur Tagesordnung eingereicht. Diesen kann man vollständig hier nachlesen. Landsberger Tagblatt und die Süddeutsche Zeitung haben bereits über die Gemeinderatssitzung berichtet.

Bericht aus der Gemeinderatssitzung vom 30.07.2015 weiterlesen

Alternativen zur Markise getestet!

Alternativen zur Markise mit Photoshop vorab aufgebaut

Photoshop macht’s möglich wir haben die alternativen Sonnenschirme schon mal installiert.

Eine fleißige Photoshop Künstlerin hat uns die Sonnenschirme schon mal zum Test ins Strandbad gebaut. Das Ergebnis könnt Ihr auf den folgenden Bildern sehen.

Von der Straße aus gesehen…

Leider haben wir kein Bild (mit den Rechten zur Veröffentlichung) ohne Markise, aber man kann hier gut die Größenunterschiede erkennen.

Strandbad mit Sonnenschirmen (Straßenansicht)
Sonnenschirme vor Markise im Strandbad (Straßenansicht)

Von Osten aus gesehen

Mit Markise als Größenvergleich

Strandbad mit Montage Sonnenschirm vom See mit Markise
Sonnenschirm vor Markise vom See aus

Nur Schirme: Ansicht von April bis Oktober

sdf
Strandbad nur mit Sonnenschirmen

Nichts als Strandbad: Ansicht von November bis März

Strandbad 18.10.2011
Nichts als Strandbad

Keine Alternative: Januar bis Dezember – Markise

Bild Strandbad 1

Alternativen zur Markise !

Alternativen zur Markise !

Wir haben Alternativen für die Markise im Strandbad erarbeitet. Hier gibt es nur die Grundrisse, die Visualisierungen findet Ihr unter dem Titel „Alternativen zur Markise getestet“.

Vorgaben für den Sonnen-/Regenschutz von Ruppert Riedl (dem Strandbadpächter) waren:

  • Überdachung einer Fläche von ca. 120 m³
  • Nutzbar bis Windstärke 7 (bis 50 –  61 km/h)
  • Elektrisches Öffnen/Schließen
  • Regenfest

Die Varianten wurden Ruppert Riedl vorgelegt und an seine Bedürfnisse angepasst.

Mit diesen Vorgaben sind folgende Lösungen mit Schirmen/Sonnensegel denkbar.

Kommentare sind erwünscht!

Variante 1: 4 Palazzo Schirme der Größe 5m x 6m

120 qm überdachte Fläche

Schirme 5m x 6m Palazzo

Variante 2: 4 Palazzo Schirme der Größe 5m x 5m

100 qm überdachte Fläche

Schirme 5m x 5m Palazzo

Variante 3: 6 Palazzo Schirme der Größe 4,5m x 4,5m

120 qm überdachte Fläche

Schirme 4,5m x 4,5m Palazzo

Variante 4: Sonnensegel 100 qm

100 qm überdachte Fläche, keine Stützen Sonnensegel 100 qm

 

Westuferlinie des Ammersees – Wo leben wir eigentlich?

Historisch bedeutsame Westuferlinie des Ammersees – Wo leben wir eigentlich?

Erhaltung, Pflege, Entwicklung und Sicherung sensibel angehen

Beitrag von Prof. Dr. em. Gerd Schulte, Utting

Die Westuferlinie des Ammersees begleitet den Ammersee-Westufer-Korridor zwischen Stegen und Dießen, einen für die bayerischen Voralpenseen charakteristischen Landschaftskorridor. Dieser ist über kleine Landschaftsspangen (Windachspange, Mühlbachspange, Seeholzspange, Gruberbachspange und Schatzbergspange) eng mit dem parallel verlaufenden waldreichen Ammerseehöhen-Korridor zwischen Windach und Bischofsried verbunden. Dazwischen liegt als eine Art Querverbindung die Trasse der Römerstraße Via Raetia, die einen Denkmalkorridor bildet (siehe Abbildung). Beide Korridore und die Römerstraße sind Teile eines Netzwerks der Kulturlandschaften der Landkreise Weilheim-Schongau und Landsberg/Lech. In diesem Netzwerk gibt es nähere bzw. entferntere Verbindungen zum Windacher Moos bzw. Pflaumdorfer Moos mit der Erzabtei St.Ottilien, zum Naturschutzgebiet Ampermoos, zum Ramsargebiet Vogelfreistätte Südufer und letztlich sogar bis zur Klosteranlage Wessobrunn bzw. den außergewöhnlichen Peißenberg. Große Teile des hier dargestellten Landschaftsbereichs gehören zum Landschaftsschutzgebiet Ammersee-West.

Die historische Bedeutung der Westuferlinie basiert auf dem (auch international) bedeutsamen Kultur- und Naturerbe dieses Landschaftskorridors. Zum Kulturerbe gehören Baudenkmäler wie zum Beispiel die St. Jakobs Kirche in Schondorf oder das Gasteiger Haus in Utting, Bodendenkmäler wie die villa rustica und die Hügelgräber in Schondorf, die Fischereistandorte, die Lebensorte zahlreicher Künstler aus Malerei, Musik und Literatur, die alten Strandbäder und Seepromenaden (weitere Beispiele in der Abbildung).

Historisch bedeutsame Westuferlinie

Zum Naturerbe gehören zum Beispiel das Naturschutzgebiet Seeholz und zahlreiche seltene und gefährdete Tier- und Pflanzenarten auf der Land- wie auf der Seeseite. Zu Lande treffen wir unter anderen auf das Blaukehlchen und den Mittelspecht und im See unter anderen auf den Ammersee-Kilch und den Ammersee-Kaulbarsch, zwei Fischarten die weltweit nur hier im Ammersee auftreten. Aus der Pflanzenwelt muss man zahlreiche alte und mächtige Weiden und Pappeln hervorheben (zum Beispiel die seltenen Schwarzpappeln und Lavendelweiden). Dieser Altbaumbestand reiht sich zu einer imposanten Kette entlang des Seeufers (weitere Element des Naturerbes siehe Abbildung). Das Kultur- und Naturerbe des Ammerseehöhen-Korridors ist schwächer ausgeprägt (siehe Abbildung).

Die Gemeinde Utting stellt für den Ammersee-Westufer-Korridor wichtige Bestandteile des kostbaren Kultur- und Naturerbes. Dazu gehören zum Beispiel die geschützten Baudenkmäler Seeschlösschen und das Gasteiger Haus, aber sicherlich auch das alte Strandbad , das sehr wahrscheinlich denkmalschutzwürdig ist. Zum Naturerbe gehören das Naturschutzgebiet Seeholz und zahlreiche Uferschilfbestände. Beispiele für das Naturerbe stellen aber auch zahlreiche gefährdete Tierarten zum Beispiel aus der Fisch- und Vogelwelt. Dazu zählen vom Aussterben bedrohte Arten wie die Rohrdommel oder die zuvor erwähnten endemischen Fischarten.

Im Wissen um dieses kostbare Kultur- und Naturerbe ist von allen Bürgern und Bürgerinnen wie auch von Besuchern, Touristen und Erholungsgästen eine besondere Sensibilität im Umgang mit der Seeuferlinie und der begleitenden Landschaft gefordert. Zudem sind wir aufgefordert uns für den Erhalt dieses Landschaftsbereiches, seine sorgsame Pflege, eine vorausschauende Entwicklungsplanung und eine behutsame Sicherung einzusetzen. Mit großer Sensibilität muss dabei die Schönheit der Landschaft beachtet werden.

Vor mehr als 100 Jahren lockte diese Schönheit namhafte Künstler, vor allem Maler an diese Uferlinie. Sie trugen die Namen von Schondorf, Utting und Dießen in alle Welt (das kann man durchaus sagen). Sie machten aus der Uferlinie eine renommierte Kunstmeile. Und das ist sie – fraglos wegen der Schönheit der Landschaft – auch heute noch. Für viele Künstler wurde die Seeuferlinie daher Heimat. Und auch heute noch kommen viele Menschen wegen dieser Schönheit an dieses Seeufer und finden hier eine neue Heimat.

In diesem Jahr haben sich zahlreiche Bürger und Bürgerinnen mit dieser „Schönheit“, dem „Gesicht der Seeuferlinie“ auseinandergesetzt. In der Holzhauser Bucht ist eine neue Polizeistation geplant und eine „greislige“ Markise – so der Uttinger Bürgermeister – versperrt die Sicht auf das denkmalwürdige alte Strandbad. Es drohen kritische Eingriffe in das Natur- und Kulturerbe der historischen Seeuferlinie.

Das Kultur- und Naturerbe haben uns eine historisch bedeutsame und schöne Westuferlinie geschenkt. Diese bemerkenswerte Landschaftsästhetik darf nicht durch Sichtbarrikade beeinträchtigt werden. Überspitzt gesagt haben wir die Wahl zwischen Schönheit und Hässlichkeit. Ich rufen daher auf: Sensibilität für die Erhaltung, Pflege, Entwicklung und Sicherung der Seeuferlinie bewahren.

Post Skriptum

Es wird eine Mitarbeit am Projekt „Heimat erkennen – Identität bewahren“ der Hochschule Weihenstephan-Triesdorf empfohlen. Mit diesem Projekt sollen alle prägenden Merkmale der historischen Kulturlandschaft (Bauwerke, Bodendenkmäler ebenso wie Naturdenkmale und charakteristische Landschaftsteile) erfasst werde und in einem Datenbanksystem dokumentiert werden. Der Arbeitskreis der Heimatforscher des Ammerseegebiets e.V. (AHA) hat diesen Gedanken bereits aufgegriffen. Dieser Arbeitskreis ist auch aktuell eingebunden in Leader-Projekte zur Dokumentation heimischer Kultur.

 

Erstes Treffen mit den Gemeinderäten am 07.06.2015

Heute haben wir (Eckard Lüps, Conny Bader) zum ersten mal zusammen mit den Gemeinderäten zusammengesessen, um mit der Markise weiter zu kommen.

Von der GAL war Frau Renate Standfest vertreten, Herr Florian Hansch von der SPD, von der CSU war ist Karl Sauter gekommen. Leider war der Bürgermeister, die Ländlichen Wähler und Ruppert Riedel (Strandbadpächter) verhindert.

Die Gemeinderäte wollen die Themen in ihre Parteien mitnehmen und dort intern beraten. Es ist geplant auf der Gemeinderatssitzung am 18. Juni das Thema Markise unter dem Tagesordnungspunkt „Verschiedenes“ zu besprechen.

Kommt also bitte zahlreich zur Gemeinderatssitzung am 18. Juni um 20.00 Uhr.

Am 05. Juli werden wir uns in der Arbeitsgruppe erneut treffen.  An diesem Termin werden die Gemeinderäte über die internen Abstimmungen und aus dem Gemeinderat berichten.

Vorschläge, Meinungen, Kommentare könnt Ihr an info@strandbadfreunde.de schicken.

Viele Grüße Conny Bader, Alexander Behnke

Quo vadis Strandbad?

Eine neue Markise im Strandbad

Die Geschichte:
  • Das Strandbad in Utting ist mehr als 100 Jahre alt. Ursprünglich bestand das Strandbad aus den hölzernen Umkleiden und einem aufgeschütteten Strand. Im südlichen Schuppen war die Kasse und ein kleiner Kiosk untergebracht.
    Eigentümer des Strandbades ist die Gemeide Utting.
  • In den 80er Jahren (??) wurde der Sprungturm und der jetzige Kiosk gebaut.
  • Das Strandbad wird seit mehr als 20 Jahren von Ruppert Riedel bewirtschaftet.
  • Ca. 2005 wurde das Strandbad um die Grillstation erweitert.
  • Am 22. Mai 2014 genehmigte der Gemeinderat die Errichtung einer 4m hohen Markise durch den Strandbadpächter Ruppert Riedel. Die Abstimmung lautetet 8:7. Das (nicht sehr aussagekräftige) Protokoll der Sitzung kann auf der Webseite der Gemeinde Utting eingesehen werden (http://utting.de/uploads/media/Sitzung_vom_22_05_2014__2__01.pdf). Etwas Aussagekräftiger ist das Protokoll der GAL Utting – Uttilo Online (http://www.gal-utting.de/index.php/uttilo-online-archiv/96-uo-22-05-2014). Für die Markise stimmten die Gemeinderäte der GAL, der SPD. Dagegen stimmten die Gemeinderäte der CSU und der Ländlichen Wählervereinigung.
    Die Genehmigung der Markise erfolgte mit der Auflage, dass diese zu Pachtende wieder durch den Pächter entfernt wird.
    Zu dieser Gemeinderatssitzung erschien am 24.05.2014 ein Artikel in der Augsburger Allgemeinen „Biergarten bekommt eine Markise“.
  • Im Oktober 2014 wurde der Pachtvertrag mit Ruppert Riedel um 3 Jahre verlängert.
  • Die Markise wurde Ende April 2015 aufgestellt.
    Tatsächlich ist sie (je nachdem wo man misst) ca. 4,4m hoch. Aus diesem Grund ist eine Tektur notwendig.
    Kosten für die Markise ca. 40.000 EUR (Angabe von Ruppert Riedel).
Wir finden, dass
  • die Markise zu mächtig für das über 100 Jahre alte Ensemble Strandbad Utting ist.
  • die Markise vom Baustil an eine Industrieanlage, eine Autobahnbeschilderung oder einen Kran erinnert.
  • die Markise das Wahrzeichen von Utting in den Hintergrund stellt.
  • die Markise nicht zu einem kleinen bayerischen Dorf passt.
Wir möchten
  • eine einvernehmliche Lösung zwischen Bürgern, Gemeinde und dem Pächter Ruppert Riedel.
  • unser wunderschönes gemütliches, dörfliches Strandbad zurück!
  • eine Lösung zur Verschattung bzw. Regenschutz, die sich harmonisch in das Ensemble Strandbad einfügt und trotzdem zweckmäßig ist.
  • letzendlich den Rückbau der Markise.